
Kabelgewirr |
2009.01.18
Bye Bye Cambodia and welcome to Vietnam. Der Grenzübergang ist stressfrei und nach zwei weiteren Stunden fahrt kommen wir in Ho chi minh City an. Die Taxifahrer stürzen sich wie gewohnt auf uns aber wenigstens müssen wir nicht im TukTuk durch den Dreck fahren. Mein Auge ist eh schon entzündet seit ich den Husten losgeworden bin. Aber wir sind ja auch nicht auf Kur =)
Diesmal checken wir in nach 12 Stunden unterwegs in Hotel ein und man empfängt uns herzlich bei Madame Cuc. Insgesamt gibt es drei Häuser die ein paar Strassen voneinander entfernt liegen also bringt uns ein kleine lustiges Mädchen einzeln auf einem kleinen Roller samt Gepäck ins richtige Haus. Der Sitz passt mir gerade so unter den Arsch während mein Backpack soweit hinten raus hängt das ich mich wundere dass das Vorderrad unten bleibt. Es macht Spass so durch den wilden Verkehr zu schlängeln.
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Sicht ausm Zimmer |
Während unsere Rucksäcke mit einem Seilzug durch das Treppenhaus hochgezogen werden müssen wir die sechs Stockwerke bis in unser Zimmer barfuss über die Treppe zurücklegen. Das Zimmer ist das sauberste und komfortabelste das wir bisher gesehen haben und mit sechs Euro pro Person so teuer wie der Dorm in Bangkok. Wir haben sogar eine Minibar und eine heisse Dusche. Alles ist so sauber das uns das Schuhverbot nicht stört. Um die Ecke ist ein schöner fast ruhiger Park. Das ständige Hupen hört man eben trotzdem überall. Scheinbar bereitet sich die Stadt schon auf das chinesische Neujahrsfest vor. Die ganze Stadt wird aufwändiger als in unserer Weihnachtszeit mit bonsais und Blumengestecken geschmückt. Komplette Strassenzüge werden dekoriert. |

Befahrbarer Markt |
2009.01.19
Wir machen einen Stadtrundgang aber finden ausser einem Markt und einer Mall irgendwie nichts besonderes an Saigon. Also beschliessen wir dem Fluss einen Besuch abzustatten aber auch hier erleben wir eine Enttäuschung. Die Stadt ist um einiges schöner und angenehmer als Phnom Penh oder Siem Reap aber was besonderes können wir ihr nicht abgewinnen. |

Rutschenparadies |
2009.01.20
Das chinesische Neujahrsfest steht bevor und die Transportpreise verdreifachen sich. Wir klappern die zahlreichen Reisebüros ab doch entweder versucht man uns einen Flug aufzuschwatzen oder verlangt zu hohe Preise. Statt einem Open Ticket bei welchem wir auf dem Weg nach Hanoi ein und aussteigen können wo wir wollen buchen wir also ein normales Ticket nach Mui Ne im Hotel.
Danach machen wir uns mit dem Bus Nummer 11 für 20 Cent auf den Weg zum Dam Sen Waterpark. Für drei Euro kann man hier den ganzen Tag in sauberem Wasser treiben oder unter schattigen Palmen relaxen. Ausserdem gibt es etwa 20 verschiedene Rutschen in den wildesten Varianten und ein Wellenbad. Wir entdecken sogar eine 'Sunbath area for foreigners'. Die Asiatinnen tragen alle ein bedeckendes Shirt im Wasser und sind dem Anblick von knappen gut gefüllten Bikinioberteilen wohl nicht gewohnt. Deswegen kann man dort wohl relativ blickdicht Sonne tanken. Die Rutschen haben es in sich und sind mit den deutschen kaum zu vergleichen. Zum Beispiel kann man an einem Seilzug herunter in der Luft hängend an einem Wasserfall vorbei gleiten bis man sich nicht mehr festhalten kann und nach unten ins Wasser fällt. Direkt neben dem Wasserpark ist ein weiterer Themenpark mit weiteren Rides.
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Ho Chi Minh City |
Wir haben öfter Probleme zu bezahlen weil man in Vietnam im Gegensatz zu Kambodscha unsere US-Dollar nicht haben will. Die Währung hier heisst Dong. In Kambodscha hatten wir ja so etwa 70 Geldscheine für ein paar Euro bekommen. Mehr als in den Geldbeutel passte. Hier bezahlt man dafür gleich Hunderttausend Dong für ein paar Joghurts.
Am Abend gehen wir laut einer Lonely Planet Empfehlung im Zen essen und werden zum ersten mal enttäuscht. Das essen sieht aus wie scheisse und schmeckt auch so. Essen ist in Asien ja bekanntlich eh etwas komplizierter. Heute hatte ich kleine eklige Meerestiere im Reis und habe es erst nach ein paar Bissen gemerkt. Meistens bestellen wir puren Reis oder eben was westliches und hoffen das es drin bleibt.
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Kite Surfer in Mui Ne |
2009.01.21
Der Reisebus holt uns ganz entspannt direkt vom Hotel ab. Wir wollen an der Küste entlang Richtung Norden ins 1800km entfernte Hanoi. Die Strassen sind in guter Verfassung jedoch kommen wir nur langsam voran. Aber ich nutze die Zeit und schaue aus dem Fenster. Auf den Fahrten entdecke ich immer die interessantesten Sachen. Ich bin froh das wir nie mit dem Nachtbus unterwegs sind.
Wir kommen nach 6 Stunden fahrt im 200km entfernten Mui Ne an. Der Ort besteht eigentlich nur aus einer 6km langen Strasse die am Strand liegt. Ein Resort liegt hier neben dem anderen. Unser Wunschhostel ist leider schon voll also checken wir ins Hotel nebenan ein. Eine Minute entfernt liegt der Strand von welchem aus unzählige bunte Drachen ins Meer gezogen werden und Kitesurfer über die Wellen flitzen.
Nach einem Fussmarsch von ein paar Kilometern entdecke ich endlich einen ATM und hebe 2 Millionen Dong ab. Yeehhaaah =) Den unbeschreiblichen Sonnenuntergang überm Meer geniessen wir direkt am Wasser in einer gemütlichen Bar. Später funkeln dann statt den Drachen unzählige Sterne am Himmel und wir geniessen am Strand noch ein paar Bier.
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Moto Chauffeur |
2009.01.21
Da wir kein Fenster haben wachen wir etwas verplant auf und geniessen dann nebenan ein günstiges Luxusfrühstück. Zwei vor dem Restaurant wartende Motofahrer wollen 80 tausend Dong haben um uns zum überall beworbenen Fairy Spring zu fahren. Sie wollen sich nicht runterhandeln lassen also gehen wir. Fünf Minuten später kommt einer der Fahrer dann doch hinter uns her und macht uns ein neues Angebot.
Sogar mit Helm cruisen wir an Palmen vorbei bis wir nach etwa zehn Minuten an einer heruntergekommenen Holzhütte halten. Die Fahrer machen uns verständlich dass wir unsere FlipFlops ausziehen sollen und wir machen uns dann durch eine schmale verdreckte Gasse auf den Weg. Unsere Fussohlen scheinen im aufgeheizten Sand zu verglühen und nach wenigen Sekunden suchen wir immer Schutz im Schatten. Wir halten es kaum noch aus und schütten uns Trinkwasser zur Kühlung über die Füsse als der kleine Pfad in einer Sackgasse mündet. Ich vermute kurz dass sich die Fahrer einen Spass mit uns erlaubt haben und hier gar nichts ist.
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Fairy Spring |
Wir stehen ratlos unter einen schattigen Busch gequetscht als zwei Asiatinnen an uns vorbei in den braunen Bach hüpfen. Sie können ohne Probleme stehen und setzen ihren Weg stromaufwärts fort. Uns brennen eh die Füsse also hüpfen wir auch einfach ins kühle Wasser. Obwohl man den Grund wegen dem braunen Wasser nicht sehen kann versinken unsere Füsse gerade mal knöcheltief. Wir gehen dem Strom entgegen und hinter der nächsten Biegung taucht eine traumhafte Landschaft auf. Der Bach schlängelt sich durch ein Tal welches kontrastreicher kaum sein könnte. Auf der einen Seite erheben sich rote, kahle Wüstenfelsen zwischen sandigen Dünen in den Himmel. Auf der anderen Seite wachsen grüne Palmen zwischen dichten Büschen und grasenden Kühen. Wir folgen dem Flusslauf immer barfuss im Wasser und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Kinderbanden scheinen das Gebiet besetzt zu haben und verständigen sich durch Pfiffe über die Hügel hinweg. Oft kommen Banden von etwa 10 Kindern nahe heran und betteln um Geld. Der Sand brennt unter den Füssen doch wir klettern aus dem Fluss eine steile Düne hoch. Der Ausblick entschädigt für die Schmerzen. Der Fairy Stream ist definitiv ein Highlight der Reise.
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Chillen am Strand |
Seit ein paar Tagen schlafen wir immer total erschöpft während der Mittagshitze im Hotel für ein Stündchen ein ohne das wir es wollen. Abends beobachten wir die Kitesurfer vom Wax Cafe aus. Wieder sind etliche Drachen am Himmel und ständig starten und landen welche wie am Flughafen. Im Hanh Cafe esse ich dann den bisher besten Burger und danach betrinken uns mit nem Liter Wodka Bull während wir am wärmenden Lagerfeuer sitzen und aufs Meer hinaus blicken. Als es dunkel ist gehe ich in eins der Resorts und erfrische mich in dem gigantischen Pool. Den Security der auftaucht störts zum Glück nicht.
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Die Strassen sind gefährlich |
2009.01.23
Wiedermal Sachen packen und zum Bus gehen. Unsere drei Monate sind doch knapp bemessen. Aber immerhin sind wir dadurch gezwungen in Bewegung zu bleiben. Wir wollen an der Küste entlang nach Norden ins 500km entfernte Hoi an (nicht zu verwechseln mit Hanoi) und die Fahrt wird vermutlich 17 Stunden dauern. Wir haben uns für 33 Dollar einen Sleeping Bus gegönnt. Und tatsächlich sind in drei Reihen und zwei Stockwerken 42 Betten untergebracht. Es ist ein wenig eng aber doch gemütlicher als es aussieht.
Der Bus fährt an zwei Touristenattraktionen vorbei die wir aus Zeitmangel in Mui Ne ausgelassen haben. Das Fishing Village in welchem hunderte von den blau gelb lackierten Holzbooten in einer Bucht schaukeln und später an den roten Sanddünen an denen Kinder Fahrten auf selbstgebauten Schlitten anbieten. Beide Sehenswürdigkeiten sehen echt interessant aus und sind sicher eine nette Abwechslung zu den immergleichen Tempeln der Grossstädte.
Die Busfahrt ist beängstigend. Wir liegen ganz vorne mit Blick durch die Frontscheibe. Normal würde ich mich freuen doch die Fahrweise und haarscharfen Überholmanöver in dritter Reihe will ich lieber gar nicht sehen. Wir sind zu spät abgefahren und versuchen die verlorene Zeit wohl wieder einzuholen. Jenny beschreibt die Fahrt als konstanten Adrenalinstoss. Auf der Strasse liegt schon der dritte Verkehrstote den wir in den zwei Wochen sehen. Wir versuchen zu schlafen doch jede Minute reisst mich ein Hupen aus dem Schlaf gefolgt von einem Ausweichmanöver das mich fast aus dem Bett wirft. Ich nehme eine Schlaftablette und hoffe morgen wieder aufzuwachen.
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Traditionelles Hoi An |
2009.01.24
Nach zwei Schlaftabletten und nem Bier liege ich immer noch wach mit angezogenen Beinen im Bett. Irgendwann ist die Fahrt endlich vorbei und wir checken wieder in einem Hotel ein. Hostels mit Dorm gibt's hier einfach nicht. Hoi An ist ein netter kleiner, historischer Ort am Fluss. Von kleinen liebevoll dekorierten Häusern blättert die Farbe ab und scheinbar ist jeder Einwohner damit beschäftigt den Ort fürs chinesische Neujahrsfest vorzubereiten. Alles ist relativ ruhig und selbst der Verkehr ist angenehmer als gedacht. Leider fängt es zum ersten mal an zu Regnen und wir verbringen den Rest des Tages vorm TV.
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Chinesisches Neujahr |
2009.01.25
Heute ist endlich das lang ersehnte chinesische Neujahrsfest. Nachdem wir ein bisschen durch das unspektakuläre Hoi An geschlendert sind kommen wir gegen Sonnenuntergang am Fluss der mehr wie ein See wirkt an und setzen uns mit ein paar Bier ans Ufer.
Auf dem Wasser ist eine Bühne errichtet worden und an beiden Uferseiten hängen Laternen in den unterschiedlichsten Farben. Nach langem warten beginnt endlich die Show. In aufwendig gestalteten Kostümen tanzen hunderte von Künstlern und Artisten über die Brücke auf die Bühne. Immer wieder werden gigantische Teelichter entzündet und von Booten auf der Wasseroberfläche zum treiben gebracht. Wir sitzen zum Glück in erster Reihe und können selbst tanzende Drachen sehen bevor direkt hinter uns riesige Laternen mit Hilfe von Feuer zum schweben gebracht werden und in den Nachthimmel aufsteigen. Stimmungsvoller habe ich noch kein Neujahr erlebt.
Wir lassen das Jahr der Ratte hinter uns und beginnen das Jahr des Büffels mit Drinks in einer Bar direkt am See. Die westliche Kundschaft hat das Saufen nicht verlernt und wir feiern zusammen bis uns das Geld ausgeht.
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Marktgewusel |
2009.01.26
Wir müssen auf nichts verzichten. Wir haben geschmolzenen Mozzarella, kalten Kakao, westliche Klos, free WiFi, riesige Burger, warme Duschen, kühlende Klimaanlagen, gutes Bier, vodka Bull und satellite TV. Das grösste Problem ist mangelndes Klopapier =)
Der Himmel ist blau und wir machen nicht viel ausser relaxen, durch die Altstadt schlendern und an jeder Ecke was zu futtern kaufen.
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Kitty untersuch Schimmel |
2009.01.27
Chocolate Chip Cookies und Coca Cola machen die Busfahrt nach Hue ertragbar. Gegen mittag checken wir für 6 Dollar die Nacht in einen leicht schimmeligen und geschmacklos eingerichteten Raum mit Bad im Thung Thang Guesthouse ein. Das Fenster schaut auf eine Hauswand die wenigstens mit Bildern behängt ist. Es ist viel zu kalt für T-Shirt und FlipFlops doch wir machen trotzdem einen kleinen Ausflug auf die andere Seite des Flusses. Wegen den anhaltenden Feiertagen scheint alles geschlossen zu haben. Ständig werden wir herzlich von Kindern gegrüsst die scheinbar nichts anderes zu tun haben als durch die Stadt zu fahren und Touristen ein frohes neues Jahr zu wünschen. |

Die Panzer rosten |
2009.01.28
Enttäuschung macht sich breit als die Touristenattraktionen von Hue entweder immer noch geschlossen oder wegen den Feiertagen überteuert sind. Immerhin kaufe ich Jenny einen tollen Hello Kitty Luftballon. Ausser essen und trinken bleibt nicht viel zu tun. Wir gehen zum dritten mal ins Ushi's wo es einfach die besten Sausages in ganz Vietnam gibt. Danach stürzen wir im Brown Eyes ab.
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In der Zitadelle |
2009.01.29
Oft sehen wir Locals im Restaurant oder auf der Strasse um Geld spielen. Wir gehen an all den nervigen Leuten die uns Sachen wie Bootsfahrten und Cyclotouren aufschwatzen wollen vorbei zur Zitadelle von Hue. Ähnlich wie die verbotene Stadt in Peking. Nur im Kleinformat. Nach der Zeit wird es einfach langweilig den hundertsten Palast oder Tempel anzuschauen also laufen wir durch den Palast einfach durch und freuen uns über die Elefanten und die Ruhe in den schönen Gärten.
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Mittelgrosse Schlaglöcher |
2009.01.30
Wir checken aus uns organisieren die Busfahrt nach Hanoi. Wir sind ein bisschen spät dran und bekommen daher nur noch einen Sitzplatz statt dem gewünschten Schlafplatz. Der Bus fährt allerdings erst Abends und wir schlagen die Zeit Online tot da es draussen regnet. Mit einer Stunde Verspätung fährt der Bus endlich ab. Je weiter wir nach Norden kommen desto zivilisierter erscheint die Gegend. Es gibt plötzlich Schilder die das ewige Hupen verbieten, wir sehen den ersten Polizisten im Land und zwischen den Schlaglöchern verläuft auch mal ein Stück Strasse.
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Essen auf dem Balkon |
2009.01.31
Mit verschlafenen Augen stehen wir an der Hostelrezeption und werden freundlich um ein paar Stunden vertröstet. Immerhin gibt's Free Breakfast und ich kann mir die Zähne putzen. Danach laufen wir um den See von Hanoi. Es ist bitterkalt und wir suchen uns eine Parkbank in der Sonne. Im See verankert schweben dutzende von Ballons über der Wasseroberfläche. Mitten im See sind zwei Inseln mit Tempelbauten. Hanoi wirkt schon sehr viel aufgeräumter als die anderen Städte in Vietnam.
Nachdem wir in unseren sehr sauberen 12er Dorm im Hanoi Backpacker Hostel bezogen haben schlafen wir erst einmal bis Abends. Wenn man an der Rezeption ein Shirt für 15 Dollar kauft darf man jeden Tag in der Happy Hour umsonst saufen. Drei mal in der Woche gibt es auf der Dachterasse free BBQ.
Auf dem Dach reden wir bei einer Cocktail-Kanne mit zwei Australiern die uns empfehlen im Hotel um die Ecke einzuchecken und nur zum Party machen ins Backpacker Hostel zu kommen.
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Die Strassen von Hanoi |
2009.02.01
Nach einem Bananen-Sandwich und ner Nudelsuppe wollen wir zum Tempel auf dem See doch der ist von Touristenhorden überfüllt. In einer Seitenstrasse entdecken wir einen bunten Laden voll mit moderner Kleidung. Seit Bangkok haben wir nur Sachen gesehen die mein Opa bestimmt auch schon getragen hat. Doch wir wollen jetzt mit neuer Hoffnung auf ein paar Schnäppchen erst noch die anderen Märkte besuchen. Der im Norden ist zwar dreistöckig aber vollgestopft mit gefälschtem Schrott. Die Schuhe wiegen nur ein Bruchteil verglichen mit den Originalen.
Also lassen wir uns mit einem Cyclo nach Süden zu einem anderen beschissenen Markt fahren in welchem man den Essensgeruch nicht vom Pissegeruch unterscheiden kann. Es ist wirklich frustrierend. Wir sind zwar nicht zum shoppen hergekommen aber ich habe in den letzten drei Wochen nicht ein paar Schuhe gesehen das schön und bezahlbar ist. Vielleicht bin ich ja zu anspruchsvoll. Die Australier aus dem Hostel haben sich all ihre Klamotten in Hoi An schneidern lassen.
Wir entdecken die Meso Bakery und bekommen tatsächlich mit Mortadella belegte Semmeln und zuckrige Donuts. Wir verschlingen das Festmahl auf einer Parkbank mit Seeblick. Zurück im Hostel entdecke ich zufällig das auf der Dachterasse Bierverkauf und BBQ eröffnet haben. Also zischen wir drei Bier und mampfen zwei HotDogs für etwa zwei Euro.
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Fliegender Händler |
2009.01.02
Ohne wirkliches Ziel gehen wir in neuen Seitenstrassen entlang und entdecken zwei sich kreuzende Strassen, wo sich dutzende Schuhgeschäfte aneinander reihen. Ich versuche in einem Geschäft Schuhe für 100.000 Dong (= etwa 4 Euro) zu bekommen, doch die Verkäuferin meint nur, nicht mal in meinem Land Schuhe so billig bekomme. Als ob in Vietnam alles teurer wäre =) Wir gehen weiter und versuchen das gleiche nochmal. Immerhin für die Hälfte von dem von der Verkäuferin vorgeschlagenen Preis bekomme ich das Paar (etwa 8 Euro).
Wir schlendern wieder durch die Stadt und kaufen in einem Supermarkt, der ein wenig versteckt in einer Seitenstrasse liegt, Milch, Müsli, Toastbrot und Streichkäse fürs Frühstück. Am Abend gehen wir in unser ehemaliges Hostel und trinken auf der Dachterasse Bier und essen leckere Burger. Während dessen gibt es den bereits dritten Stromausfall in dem Viertel. Nach etwa 5 min jedoch ist er bereits behoben.
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Alle sind arm |
2009.01.03
Da in unsrem Hotel der Fernseher stark flimmert, beschliessen wir abends in einen Buchladen zu gehen, den uns der Lonely Planet empfiehlt. Wir erreichen nach einiger Zeit die Strasse, nur gibt es dort keinen Buchladen. Wir treffen vier Traveller, die das gleiche Problem haben und uns sagen, dass der Buchladen umgezogen ist. Nach weiteren 30 Minuten finden wir ihn endlich und ich kaufe mir für etwa drei Euro ein gebrauchtes Buch.
Abends gehen wir in das gut gefüllte Strassenrestaurant Pho gegenüber von unserem Hotel. Hier kann man zusehen wie das Essen zubereitet wird. Ich versuche dem Kellner zu erklären, dass ich Nudeln mit Gemüse will, aber ohne Fleisch und denke, dass er es verstanden hat. Das Essen kommt zwar dann doch mit Fleisch, ist auch nicht wirklich schlecht, nur mein Magen hat es innerhalb kürzester Zeit wieder nach draussen befördert.
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Schlecht kopiert |
Danach gehen wir in das Restaurant H Silk, indem wir schon mal waren und setzen uns wieder auf den kleinen Balkon mit Aussicht auf die Strasse. Langsam komme ich mit Stäbchen zurecht und essen macht noch mehr Spass.
Vom Balkon aus kann man die Glocken von den Müllmännern hören, die läuten, wenn sie mit ihrem kleinen Wagen die Strasse entlang gehen. Durch das Läuten kommen einige Menschen aus ihren Läden mit Mülleimern raus und werfen ihn selbst in den Wagen.
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Tempel Schmempel |
2009.01.04
Gegen 13 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Tempel Ibbeldibbel, der mitten auf dem See liegt. Der Eintritt kostet nur 25 Cent, allerdings ist er relativ klein und es gibt nicht wirklich viel zu sehen. Nach etwa 15 Minuten sind wir schon wieder draussen.
Wir rechnen aus, dass jeder in dem einen Monat in dem wir jetzt in Asien sind, etwa 600 Euro ausgegeben haben. Ziemlich wenig, wenn man bedenkt wie wir hier leben. Ein bis drei Restaurantbesuche pro Tag, Busfahrten, Klamotten, Unterkünfte in Hotels...
Wir beschliessen zum Italiener zu gehen, wo heute Abend All you can eat sein soll. Doch als wir ankommen, meint der Kellner nur, dass es erst wieder nächste Woche stattfindet. Wir glauben ihm zwar nicht, aber da es heute Abend wieder billige Burger im Hostel gibt, ist das Thema schnell vergessen und wir geniessen die Burger und trinken unsere Wodkabull-Mische auf der Dachterasse.
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Wir lassen uns Fahren |
2009.01.05
Ein weiterer Tag in Hanoi. Wir würden gerne weiter doch wir müssen auf unseren Flug warten der leider erst übermorgen gebucht ist. Die Stadt gibt einfach nicht mehr her. Wir laufen ohne Karte durchs gesamte Old Quarter, quetschen uns durch den bedrohlichen Verkehr ohne zu schauen und checken in ein neues noch billigeres Hotel ein. Der Fernseher geht doch dafür ist das Bad eher die Kulisse aus einem Horrorfilm.
In Hanoi gibt es fünf Boo Skateshops. Wir finden zwei davon und durchstöbern die überraschend gute Auswahl an Pullis, Shirts und Schuhen. Danach suchen wir Essen in der Food-Street das im Magen bleibt und verbringen den restlichen Tag genervt vor HBO.
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Ho Chi Minh Memorial |
2009.02.06
Nach einem langen Marsch zum Ho Chi Minh Mausoleum stellen wir am Eingang fest dass die riesiege, protzige Anlage Freitags geschlossen ist. Also laufen wir mit schmerzenden Füssen weiter zum Temple of Literature. Wie so oft bekommt man hier für ein kleines Eintrittsgeld den Luxus von Schatten und Ruhe. Überall stehen steinerne Schildkröten mit verschiedenen Gesichtsausdrücken und die Asiaten sind ganz Wild darauf alle einzeln anzufassen. Viele sind schon total abgerubbelt. Die Tempel gehen vom Stil schon ins chinesische über, sind allerdings so touristisch das wir sogar einen ATM entdecken.
Wir wollen wegen den Gebühren keine weiteren Dong mehr abheben also herrscht grosse Armut. Wir verhandeln hart mit den Fahrern bis wir dann beide auf ein Moto gequetscht werden und ohne Helm durch den dichten Verkehr rasen. Oft sind wir so dicht an anderen Motos das man sich locker umarmen könnte.
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Religion wohin man schaut |
2009.02.07
Nach dem Auschecken schleppen wir unsere immer schwerer werdenden Backpacks zur Busstation von Vietnam Airlines. Kurz nach 9 kommen wir an und werden vom Busfahrer gefragt wann unser Flieger geht. Nachdem er weiss dass wir noch 3 Stunden Zeit haben fährt der Penner uns extra vor der Nase weg. Der nächste Bus fährt erst 1:30 Stunden später und die Abzocker wollen uns natürlich dann netterweise ein teures Taxi anbieten. Zum kotzen.
Wir zeigen dem Taxifahrer unser letzes Geld und bezahlen dann statt 2 Euro für den Bus nur 4 Euro fürs Taxi. Dafür überredet er noch eine andere Westlerin mitzufahren die dann unwissend die restlichen 6 Dollar drauflegt. Also kommen wir eine Stunde später überpünktlich am übersichtlichen Flughafen von Hanoi an.
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